Allgemeines
Versand von Proben
- Was bedeutet der Aufdruck "Freigestellte Medizinische Probe" auf den Versandtaschen?
Gemäß der Verpackungsanweisung "P650-light" müssen von Menschen entnommene Proben (Patientenproben) bei denen eine minimale Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie Krankheitserreger enthalten, in einer Verpackung befördert werden, die jegliches Freiwerden verhindert und mit dem Ausdruck "FREIGESTELLTE MEDIZINISCHE PROBE" gekennzeichnet ist.
Versandtaschen mit diesem Aufdruck müssen normal frankiert werden.
LCL Parodontitis-Test
Testverfahren
- Auf welche Bakterien wird getestet?
Es wird auf vier Leitkeime der verschiedenen Parodontitis-Formen getestet: Aggregatibacter actinomycetemcomitans, Tannerella forsythia, Porphyromonas gingivalis und Prevotella intermedia.
- Warum wird -im Gegensatz zu anderen Tests- nicht auf Treponema denticola getestet?
Bei dem Spirochäten Treponema denticola handelt es sich um einen Sekundärmarker, dass heisst dieses Bakterium macht weniger als 5 % des Keimspektrums bei einer parodontalen Erkrankung aus. Wie mikroskopische Untersuchungen zeigen, sind Spirochäten ohne Zweifel mit progressiven Parodontitisformen assoziiert. Sie sind aber sehr artenreich und Treponema denticola spielt eine eher untergeordnete Rolle. Der LCL Parodontitis-Test konzentriert sich auf den Nachweis von Primärmarkern, deren Bekämpfung zur Heilung der Parodontitis unumgänglich ist.
- Werden die Keime auf Antibiotika-Resistenzen getestet?
Beim LCL Parodonitis-Test erfolgt keine Anzucht der Keime und die Erstellung eines Antibiogramms ist nicht möglich. Da es aber in Zentraleuropa unter den Parodontitis-Erregern glücklicherweise noch keine wirklich bedeutsamen (erworbenen) Resistenzen gibt, kann alleine durch die qualitative Bestimmung der Parodontitis-Flora, die Wirksamkeit ausgewählter Antibiotika sehr treffsicher abgeschätzt werden.
Testmaterial
- Was kostet das Entnahmematerial?
Das Entnahmematerial wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Kosten entstehen erst bei Einsendung von Proben an das LCL biokey-Labor.
- Wie berechnen sich die Kosten für die Untersuchung?
Die Untersuchung auf 4 Parodontitis-Leitkeime kostet je Teströhrchen 28,01 EURO (zzgl. Mehrwertsteuer und Versandkosten), unabhängig davon, wie viele Papierspitzen sich in dem Röhrchen befinden.
Entscheiden Sie sich für eine Pool-Untersuchung (bis zu 5 Papierspitzen in einem Röhrchen) so ergibt sich ein Gesamtpreis von 35,70 EURO.
- Wie lange sind die Tests haltbar?
Das Testmaterial ist, bei Raumtemperatur gelagert, praktisch unbefristet haltbar.
Testdurchführung
- In welchem Stadium der Parodontitis-Behandlung ist eine Untersuchung mit dem LCL Parodontitis-Test am sinnvollsten?
Der LCL Parodontitis-Test kann vor Beginn der PA-Behandlung Entscheidungshilfe für oder gegen eine Antibiotika-Therapie geben und anschliessend den Erfolg dokumentieren.
Zwischen einer Antibiotika-Therapie und der abschliessenden Gensonden-Untersuchung sollten allerdings ca. 4 Wochen vergehen, um einen Nachweis von Nukleinsäure bereits abgestorbener Bakterien auszuschliessen.
- Wieviele Spitzen kann ich in ein Untersuchungsröhrchen geben?
Mit einem Röhrchen können Sie bis zu fünf Papierspitzen poolen. Für die Untersuchung weiterer Stellen müssen jedoch zusätzliche Röhrchen verwendet werden, um die Probenaufbereitung nicht zu gefährden.
- Müssen die Proben beim Transport gekühlt werden?
Eine Kühlung der Proben während des Transportes ist nicht notwendig.
- Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis in der Praxis vorliegen habe?
Ab Ankunft der Proben im LCL biokey-Labor, dauert es im allgemeinen 5 Werktage bis das Ergebnis im Labor vorliegt. Versandzeiten müssen jedoch extra berücksichtigt werden und liegen leider nicht in unserer Hand. In eiligen Fällen ist eine Zusendung der Ergebnisse per Fax möglich.
Abrechnung
- Warum ist der LCL Parodontitis-Test so preisgünstig?
Durch den Nachweis der in hoher Kopienzahl vorliegenden ribosomalen RNA kann die Gensondenhybridisierung durchgeführt werden ohne dass eine vorherige Vermehrung der gewonnenen Nukleinsäure mittels teurer Amplifikationsverfahren notwendig wäre. Die LCL-Sonden benötigen zudem keine teuren radioaktiven Markierungsmethoden.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist unser Direktmarketing. Indem LCL biokey direkt an die Zahnärzte herantritt, kann auf teure Werbekampagnen verzichtet werden.
- Wird der Test von Krankenkassen bezahlt?
Die Kosten für den LCL Parodontitis-Test werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen und müssen privat abgerechnet werden.
LCL Karies Test
Testverfahren
- Auf welche Bakterien wird getestet?
Getestet wird auf diverse Milchsäurebakterien aus der Gruppe der Mutans-Streptokokken (Arten: Streptococcus mutans, S. sobrinus, S. cricetus sowie S. rattus). Der direkte Nachweis der Erreger erfolgt über Gensonden-Hybridisierung. Zur Absicherung niedriger Kariesrisiken (Zellzahl unterhalb der Nachweisgrenze der Gensonden) wird die Konzentration des für Mutans- Streptokokken typischen Glucosyltransferase-Gens durch die hochsensitive Methode der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zusätzlich bestimmt.
- Warum findet keine Untersuchung auf Laktobazillen statt?
Laktobazillen gehören immer zur normalen Standortflora der Mundhöhle. Ihre Zellzahl variiert mit dem Zuckerkonsum des Patienten, so daß eine kritische anamnestische Erhebung über den Zuckerkonsum die aufwendige Laktobazillen-Diagnostik nahezu ersetzen kann.
ParoCheck-Tests
Testverfahren
- Wie unterscheiden sich die ParoCheck-Tests vom LCL Parodontitis-Test?
Durch die Verwendung von DNA-Chips wird ein sensitiver und schneller Nachweis eines breiteren Spektrums von Bakterienspezies in einer Analyse möglich. Über die bei LCL Parodontitis-Test nachgewiesenen 4 klassischen Leitkeime der Parodontitis hinaus werden 6 bzw. 16 weitere Spezies erfasst.
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